Erbrecht

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Testament

Durch ein Testament bestimmen Sie, wer nach ihrem Tod ihr Vermögen erben soll. Sie vermeiden damit, dass wegen des Fehlens eines Testamentes die gesetzliche Erbfolge eintritt.
Durch ein Testament können Sie die Menschen, die Ihnen wichtig sind, über Ihren Tod hinaus absichern und an Ihrer Hinterlassenschaft teilhaben lassen. Sie beugen Erbstreitigkeiten vor.

Berliner Testament

Wenn Sie verheiratet sind, können Sie als Ehegatten ein gemeinschaftliches Testament errichten.

Vermächtnis

Sie können im Testament auch einzelne Vermögensgegenstände aus Ihrem Nachlass einer bestimmten Person zukommen lassen.

Unternehmensnachfolge

Durch vertragliche Gestaltungen bereits zu Lebzeiten aber auch für den Fall des Todes, können Sie die Nachfolge Ihres Unternehmens regeln und so den Fortbestand sichern.

Gesetzliche Erbfolge

Wenn kein Testament errichtet wurde, greift die Erbfolge, die der Gesetzgeber vorgesehen hat: Es erben zunächst die Abkömmlinge des Verstorbenen. Dies sind seine Kinder und - ersatzweise - deren Kinder. Hat der Verstorbene keine Abkömmlinge hinterlassen bzw. sind diese bereits vorverstorben, sind seine Eltern und - sind diese bereits vorverstorben - deren Abkömmlinge (mithin die Geschwister und die Nichten und Neffen des Erblassers) zu Erben berufen. Existieren keine Nachkommen in dieser Erbordnung, erben die Großeltern und deren Abkömmlinge, im weiteren die Urgroßeltern und deren Abkömmlinge.

Adoption

Adoptierte Kinder sind den leiblichen Kindern gleichgestellt und können daher auch erben.

Erbvertrag

Eine andere Form, über sein Vermögen für den Fall des Todes zu verfügen, ist der Erbvertrag. Für den durch Erbvertrag Begünstigten entsteht zwar keine rechtlich gesicherte Anwartschaft auf das Vermögen, es gelten jedoch einige Regelungen, die ihn vor Beeinträchtigungen seiner potentiellen Erbenstellung schützen (z. B. wenn Vermögen zu Lebzeiten verschenkt wird).

Ausschlagung/Ausschlagungsfrist

Wer die Erbschaft nicht annehmen möchte, z. B. weil der Nachlass überschuldet ist, kann den Anfall der Erbschaft ausschlagen. Die Ausschlagung muss innerhalb von 6 Wochen ab Kenntnis vom Anfall der Erbschaft gegenüber der Nachlassabteilung des Amtsgerichts, in dessen Bezirk der Erblasser verstorben ist, erklärt werden.

Enterbung/Pflichtteil

Möglicherweise hat der Verstorbene seine nächsten Angehörigen von der Erbschaft ausgeschlossen. Das Gesetz ermöglicht hier eine Mindestteilhabe an dem Nachlass in Form eines Pflichtteilanspruches.

Schenkungen

Der Verstorbene hat schon zu Lebzeiten sein Vermögen/ Teile seines Vermögens, z. B. sein Grundstück, Haus, Sparguthaben ohne (nennenswerte) Gegenleistung weggegeben? Es bestehen möglicherweise für den (pflichtteilsberechtigten) Erben Pflichtteilsergänzungsansprüche.

Anfechtung von Testamenten

Möglicherweise bestehen Anhaltspunkte dafür, dass der Verstorbene bei Errichtung seines Testaments bedroht wurde oder er sich in einem Irrtum befand. In solchen Konstellationen ist der übergangene Erbe - unter engen gesetzlichen Voraussetzungen - zur Anfechtung des Testaments berechtigt. Die wirksame Anfechtung "vernichtet" das Testament und führt - sofern kein anderes wirksames Testament existiert - zur gesetzlichen Erbfolge.

Erbengemeinschaft/Erbauseinandersetzung

Erben mehrere Personen, bilden sie eine Erbengemeinschaft. Sie können nur gemeinschaftlich über die Entwicklung und Verteilung des Nachlasses bestimmen. Erfahrungsgemäß ist die Erbengemeinschaft - wenn es unterschiedliche Interessen gibt - hoch konfliktträchtig. Hier kann die Vermittlung durch eine neutrale Person (Mediator) eine einvernehmliche Auseinandersetzung ermöglichen.

Haftung

Als Erbe wird man Rechtsnachfolger des Verstorbenen. Dies bedeutet, dass man vollumfänglich in den Rechte- und Pflichtenkreis des Verstorbenen eintritt. Ebenso hat man für die Bestattungskosten aufzukommen. Trifft man keine Vorkehrungen, haftet man als Erbe auch mit seinem eigenen Vermögen. Um dieses zu vermeiden, können Maßnahmen zur Haftungsbeschränkung ergriffen werden. Lassen Sie sich zur Vermeidung der Haftung in eigenes Vermögen anwaltlich durch uns beraten!

Erbschaftssteuer/Schenkungssteuer

Der Staat verdient sowohl bei Schenkungen zu Lebzeiten als auch beim Vererben von Vermögen mit: Wie hoch die Schenkungs- und Erbschaftssteuer ist, richtet sich nach dem Verwandtschaftsverhältnis und dem Wert der Schenkung bzw. Vermögens.

Erbschein

Der Erbschein ist ein amtliches Zeugnis, durch das die Erbenstellung nachgewiesen wird. Zuständig für die Erteilung eines Erbscheins ist das Amtsgericht, in dessen Bezirk der Erblasser zuletzt gewohnt hat.

Gemeinschaftlicher Erbschein/Teilerbschein

Erben mehrere Personen, können sie einen gemeinschaftlichen Erbschein beantragen. Es ist ausreichend, wenn der Antrag nur von einem Erben allein für alle Erben gestellt wird. Ein Erbe allein kann aber nur für sich allein, bezogen auf seinen Erbteil, einen Teilerbschein beantragen. Das Amtsgericht führt dann ein Erbscheinsverfahren durch. Hierfür fallen Kosten an, die das Gericht vom Antragsteller abfordert.

Zuständiges Nachlassgericht

Das Nachlassgericht ist eine besondere Abteilung für alle erbrechtlichen Vorgänge am Amtsgericht. Welches Amtsgericht zuständig ist, richtet sich nach dem Wohnort des Verstorbenen. Ist der Erblasser z.B. in Rostock verstorben ist mithin das Amtsgericht Rostock zuständig.

Notar

Ein Testament kann auch vor einem Notar errichtet werden. Ebenso können Ausschlagungserklärungen und Anträge auf Erteilung eines Erbscheines vor einem Notar ihrer Wahl abgegeben werden. Der Notar reicht diese Erklärungen dann an das Gericht weiter.

Vorsorgevollmacht

Mit Hilfe der Vorsorgevollmacht ermöglichen Sie Ihre rechtliche Vertretung durch eine andere Person, z. B. wenn sie wegen einer Erkrankung gehindert sind, bestimmte Angelegenheiten persönlich zu regeln.

Patientenverfügung

In einer Patientenverfügung bestimmen Sie, ob und welche medizinischen, pflegerischen Behandlungen Sie wünschen.

Rostock - Greifswald - Berlin

Wir beraten und vertreten Sie in allen erbrechtlichen Angelegenheiten an allen Standorten unserer Kanzlei bundesweit.

Zu diesen und weiteren Themen und Fragen, die sich im Zusammenhang mit dem Erben und Vererben stellen, berät Sie Frau RAin Richard. Die Kontaktdaten erhalten Sie unter Anwälte.

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07/2017

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